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Freigabebegründungen

Kinostart am 11.07.2019

Electric Girl, D 2018
Filmplakat: Electric Girl
Das Drama erzählt von einer Studentin, die sich bei einem Job als Synchronsprecherin immer mehr mit einer Film-Superheldin identifiziert – bis sie glaubt, sie müsse mit ihren eigenen Superkräften ihre Heimatstadt retten. Der Film schildert den Realitätsverlust der Protagonistin in einem Wechsel aus Real- und Animationsszenen. Auf Kinder unter 12 Jahren können dabei einige Passagen irritierend und ängstigend wirken, insbesondere Szenen, in denen die Hauptfigur mit ihrem Verhalten sich und andere gefährdet. 12-Jährige und Ältere sind aber in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen und sich zu distanzieren. Da das Verhalten der Hauptfigur durch andere Figuren in Frage gestellt und kritisch bewertet wird, versteht diese Altersgruppe die Problematik und kann sie eigenständig bewerten. Die stilistischen Brechungen der Inszenierung sorgen für zusätzliche Distanzierungsmöglichkeiten. Eine Ängstigung oder Desorientierung ist daher für 12-Jährige nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Kleiner Aladin und der Zauberteppich, DK 2018
Filmplakat: Kleiner Aladin und der Zauberteppich
Animationsfilm über die Abenteuer eines Jungen im Orient, der mit einem fliegenden Teppich in die Stadt des Sultans fliegt und dort turbulente Abenteuer erlebt. Die verständliche Geschichte mit zahlreichen Motiven aus 1001 Nacht ist durchweg kindgerecht erzählt. In opulenter, bunter Gestaltung und klarer Unterscheidung von Gut und Böse, mit viel Humor und eingängigen Liedern konzentriert sich der Film auf den starken jungen Helden und seine loyalen Freunde. Zwar birgt die Handlung auch Verfolgungsjagden und einzelne Schreckmomente, diese sind aber gut in den Kontext eingebettet und werden schnell und positiv aufgelöst, sodass bereits kleine Kinder sie gut verarbeiten können. Da das Happy End nie in Frage steht und der Film zudem mit klaren, positiven Botschaften Orientierung gibt, besteht auch für Kinder im Vorschulalter kein Risiko einer Beeinträchtigung.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Kursk, F 2018
Filmplakat: Kursk
Das Drama rekonstruiert den Untergang des russischen Atom-U-Boots „Kursk“ und den folgenden, letztlich vergeblichen Überlebenskampf der Besatzung, während die militärisch und politisch Verantwortlichen jede Unterstützung der NATO bei der Bergung ablehnen. In realistischer Darstellung konzentriert sich der Film auf die klaustrophobische Situation im U-Boot, vermittelt aber auch den Kontext und die politischen Hintergründe der Zeit. Die emotionale Intensität und Dramatik einiger Szenen sind für Kinder unter 12 Jahren potenziell überfordernd, doch 12-Jährige sind auf der Basis ihrer Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Ihnen bieten das Setting, einige ruhige und humorvolle Momente sowie die Betonung des Zusammenhalts und der Freundschaft in der Besatzung genug emotionale Entlastung, sodass sie den Film ohne Überforderung verarbeiten können.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

My Days of Mercy, USA/GB 2017
Filmplakat: My Days of Mercy
Drama über eine junge Frau, deren Vater wegen angeblichen Mordes in der Todeszelle sitzt. Deshalb reist sie mit ihren Geschwistern durch die USA, um gegen die Todesstrafe zu protestieren. Eines Tages lernt sie eine Frau kennen, die für die Todesstrafe eintritt. Trotz ihrer gegensätzlichen Haltungen verlieben die beiden Frauen sich ineinander. Der Film ist ruhig und dialogstark inszeniert, das kontroverse Thema Todesstrafe wird in einer für Jugendliche ab 12 Jahren gut verständlichen Weise behandelt. Im Rahmen der Liebesgeschichte kommt es zu Sexszenen, die aber zurückhaltend dargestellt sind. Die Angst der Kinder um den Vater wird zwar emotional intensiv inszeniert, bewegt sich aber in einem Rahmen, der Zuschauer ab 12 Jahren nicht überfordert. Gleiches gilt für die Szene, wenn der Vater hingerichtet wird: Sie kann für Zuschauer ab 12 Jahren eine emotionale Herausforderung darstellen, von einer Überforderung ist aber nicht auszugehen, da sie gut in die ruhige Gesamtdramaturgie eingebettet ist.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Rebellinnen - Leg' dich nicht mit ihnen an!, F 2019
Filmplakat: Rebellinnen - Leg' dich nicht mit ihnen an!
Komödie über eine ehemalige Schönheitskönigin, die in ihre nordfranzösische Heimatstadt zurückkehrt und einen Job in einer Fischfabrik annimmt. Als ein Kollege versucht, sie zu vergewaltigen, tötet sie ihn versehentlich – und nimmt zusammen mit zwei Kolleginnen seine Tasche an sich, die voller Geld ist. Allerdings sind auch verschiedene Gangsterbanden hinter dem Geld her. Der Film ist von makabrem Humor geprägt und enthält mehrere explizite Gewaltszenen. Jugendliche ab 16 Jahren sind in der Lage, die Geschehnisse als Teil einer überzogenen schwarzen Komödie zu betrachten und eine entsprechende emotionale Distanz zu wahren. Auch die konstruiert wirkende Geschichte und die turbulente Inszenierung mildern die drastischeren Szenen ab, sodass bei Zuschauern ab 16 Jahren keine desorientierende Wirkung zu befürchten ist.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Yesterday, GB 2019
Filmplakat: Yesterday
Musical-Komödie, die von der Idee ausgeht, dass die Beatles und ihre Musik komplett aus dem Gedächtnis aller Menschen gelöscht wurden. Allein ein erfolgloser Sänger erinnert sich noch an die zahllosen Hits. Er nutzt sie für sich selbst und wird zum Superstar, bis ihn sein Gewissen einholt. Die Geschichte wird ruhig und mit viel Humor erzählt und stellt positive, liebenswerte Figuren in den Mittelpunkt. Die Atmosphäre ist hell und freundlich, und es gibt keine dramatischen Szenen oder Dialoge, die Vorschulkinder ängstigen oder anderweitig beeinträchtigen könnten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Freigabebegründungen

Kinostart am 04.07.2019

Annabelle 3, USA 2019
Filmplakat: Annabelle 3
In den 1970er Jahren spielender Horrorfilm über ein Dämonologen-Paar, das eine dämonische Puppe namens Annabelle verwahrt. Als die zehnjährige Tochter der beiden eines Abends von zwei Babysitterinnen gehütet wird, kommt die teuflische Puppe frei und terrorisiert die jungen Menschen. Der Film hat eine zunehmend bedrohliche Atmosphäre und arbeitet mit klassischen Horrorfilm-Stilmitteln wie Schreckmomenten, unheimlichen Geräuschen und Schockeffekten. Diese bewegen sich jedoch in einem Rahmen, der Jugendliche ab 16 Jahren nicht überfordert. Zuschauer ab diesem Alter können den Film zudem als realitätsferne Gruselgeschichte erkennen und eine entsprechende emotionale Distanz wahren. Auch der erkennbar historische Rahmen (die 1970er Jahre) erleichtert Zuschauern ab 16 Jahren eine Distanzierung von den Geschehnissen, sodass nachhaltige Ängstigungen nicht zu befürchten sind.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Geheimnis eines Lebens, USA 2019
Filmplakat: Geheimnis eines Lebens
Auf Tatsachen basierender Thriller über eine unauffällige alte Dame, die jahrzehntelang als Spionin für den KGB in England lebt. In Rückblenden wird beleuchtet, wie sie bereits während des Zweiten Weltkriegs für Russland spioniert. Die ungewöhnliche Geschichte ist ruhig und verständlich erzählt und konzentriert sich ganz auf die Hauptfigur und ihre brisante Situation, wobei Zeitgeschichtliches in die Handlung einfließt. Einzelne dramatische und gewalthaltige Momente können Kinder im Vorschulalter überfordern, da sie die Zusammenhänge noch nicht verstehen, doch ab 6-Jährige sind in der Lage, das zurückhaltend inszenierte Geschehen in den Kontext einzuordnen. Ihnen bieten die Dialogpassagen und die Ruhe der Inszenierung genug emotionale Entlastung, außerdem erleichtert ihnen das historische Setting die Distanzierung. Eine Überforderung ist für Grundschulkinder nicht zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Kaviar, A 2019
Filmplakat: Kaviar
Die Komödie erzählt vom Plan eines russischen Oligarchen, mitten in Wien eine Villa zu bauen. Bürokratische Hürden, kulturelle Missverständnisse und allgegenwärtige Habgier führen bei dem größenwahnsinnigen Unterfangen ins Chaos. Die groteske Geschichte ist mit überzeichneten Figuren und Übertreibungen erzählt, die bis ins Comichafte reichen. Die Inszenierung ist bunt und temporeich. Einige drastischere Aspekte des Humors, einzelne Szenen mit Gewalt, Sexualität und Drogenkonsum sowie die teils vulgäre Sprache können Kinder unter 12 Jahren irritieren und überfordern. 12-Jährige sind auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, die genretypischen Elemente zu entschlüsseln. Auch die ironische Haltung des Films erschließt sich ihnen bereits, sodass sie sich ausreichend vom Geschehen und den Figuren distanzieren können. Eine Beeinträchtigung ist für 12-Jährige nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Nonna Mia!, I 2018
Filmplakat: Nonna Mia!
Komödie über eine Frau, die aus Geldnot den Tod ihrer Oma verheimlicht und die Leiche in einer Kühltruhe versteckt, um weiter von deren Rentenschecks leben zu können. Unglücklicherweise ist ihr neuer Freund ein ebenso unbestechlicher wie erfolgreicher Finanzpolizist. Der Film hat eine heitere Grundstimmung und stellt liebenswerte Figuren in den Mittelpunkt. Kinder ab 6 Jahren können der Geschichte gut folgen und es wird deutlich, dass die Hauptfigur aus purer Not handelt. Eine desorientierende Wirkung ist daher nicht zu befürchten. Stellenweise gibt es makabre Gags, die aber nicht zynisch oder verachtend wirken. Grundschulkinder können den Humor als überzogenen Slapstick einordnen und eine entsprechende Distanz wahren. Beeinträchtigungen lassen sich bei dieser Altersgruppe ausschließen.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Santa und Andrés, C 2016
Filmplakat: Santa und Andrés
Das Drama erzählt von einem homosexuellen, regierungskritischen Schriftsteller in Kuba, auf den während einer Friedenskonferenz eine linientreue Aufpasserin angesetzt wird. Wider Erwarten entwickelt sich zwischen beiden eine innige Freundschaft. Die Geschichte ist ruhig, kammerspielartig und dialogorientiert erzählt, die Figuren sind einfühlsam und glaubwürdig gezeichnet. Zwar können einzelne Szenen, die Demütigungen und einen sexuellen Übergriff darstellen, Kinder unter 12 Jahren überfordern, doch 12-Jährige sind in der Lage, diese dramatischeren Momente in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Die ruhige, reflexive Erzählweise sorgt für ausreichend emotionale Entlastung, sodass für diese Altersgruppe keine Gefahr einer Überbelastung oder Desorientierung besteht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Spider-Man: Far From Home, USA 2019
Filmplakat: Spider-Man: Far From Home
Der Superhelden-Actionfilm erzählt von Peter Parker alias Spider Man, der auf Klassenfahrt in Europa ist. Als in europäischen Metropolen monströse Wesen aus Feuer, Wasser, Luft und Stein für Schrecken sorgen, versucht er die Gefahr abzuwehren. Der Film ist mit zahlreichen genretypischen Mitteln erzählt, ist opulent bebildert und vertont und weist viele turbulente Action- und Kampfszenen auf. Die ausgesprochen jugendaffine Hauptfigur eignet sich dabei als positive Identifikationsfigur. Zwar kann die Intensität einiger Actionszenen Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern, doch 12-Jährige sind auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Die deutliche Fiktionalität des Settings, die klare Unterteilung in Gut und Böse und der Humor bieten ihnen im Zusammenspiel mit den vielen positiven Botschaften genug Halt und Orientierung, den Film ohne Beeinträchtigung zu verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Tel Aviv on Fire, L/F/IL/B 2018
Filmplakat: Tel Aviv on Fire
Mischung aus politischer und romantischer Komödie um den Konflikt zwischen Israel und Palästina. Ein palästinensischer Drehbuchautor schreibt mit der heimlichen Hilfe eines israelischen Grenzsoldaten eine Seifenoper, die ein riesiger Erfolg wird. Dann aber soll die Serie abgesetzt werden, was zu einigen Verwicklungen führt. Der Film hat eine heitere Grundstimmung. Eine Szene, in der der Drehbuchautor im Auftrag des Soldaten entführt und bedroht wird, ist kurz gehalten und wird positiv aufgelöst. Grundschulkinder können die Situation einordnen und verarbeiten. Den politischen Hintergrund des Films werden sie womöglich nicht vollständig begreifen, aber eine negative Wirkung entsteht dadurch nicht.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Traumfabrik, D 2019
Filmplakat: Traumfabrik
Im Deutschland des Jahres 1961 spielendes Liebesdrama. Ein junger Ex-Soldat beginnt als Komparse in den DEFA-Filmstudios in Potsdam-Babelsberg zu arbeiten. Dort verliebt er sich unsterblich in eine französische Tänzerin. Der plötzliche DDR-Mauerbau im August 1961 droht die Liebenden jedoch für immer zu trennen. Der aufwändig gestaltete Film stellt positive Figuren in den Mittelpunkt und erzählt von der Kraft der Liebe und der Magie des Kinos. Kinder im Grundschulalter können diese Themen ohne Überforderung verstehen. Vereinzelt gibt es dramatische Situationen, wenn es zu Polizeiwillkür oder Konflikten mit DDR-Grenzbeamten kommt. Diese Szenen sind jedoch stimmig in die Handlung eingebettet und bewegen sich in einem Rahmen, der Kinder ab 6 Jahren nicht überfordert.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben



 
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