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Freigabebegründungen

Kinostart am 14.03.2019

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks, F 2018
Filmplakat: Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks
Der Animationsfilm erzählt mit dem vertrauten Figurenensemble um den Gallier Asterix von der Suche des Druiden Miraculix nach einem würdigen Nachfolger. Doch auch der böse Dämonix möchte die Formel für den Zaubertrank an sich bringen. Der Film ist durchweg kindgerecht erzählt und wartet in bunten, freundlichen Bildern mit zahlreichen liebevoll dargestellten Figuren, einer klaren Gut-Böse-Zeichnung und teils slapstickartigem Humor auf. Einzelne turbulente Actionszenen werden immer wieder durch ruhige Dialogszenen abgelöst und ausgeglichen, sodass schon die kleinsten Zuschauer den Film verarbeiten können. Obwohl sich ihnen nicht alle Aspekte erschließen, sorgen die positive Grundstimmung, der Humor sowie das nie in Frage stehende Happy End dafür, dass auch für Kinder im Vorschulalter keine Beeinträchtigung zu befürchten ist.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Der Fall Sarah & Saleem, PS/NL/D/MEX 2018
Filmplakat: Der Fall Sarah & Saleem
Drama über die Affäre zwischen einem verheirateten Palästinenser und einer ebenfalls verheirateten Israelin in Jerusalem, die nach ihrer Entdeckung durch die Intervention der Geheimdienste eine gefährliche politische Dimension bekommt. Die komplexe Geschichte ist ruhig erzählt und schildert eindringlich die verschiedenen Lebenswelten der Akteure und die Fremdheit zwischen Israel und Palästina. Die düstere Atmosphäre und einzelne gewalthaltige Szenen können trotz der zurückhaltenden Inszenierung Kinder unter 12 Jahren überfordern und ängstigen, da sie den politisch-sozialen Kontext noch nicht verstehen. Doch bereits 12-Jährige können das Geschehen in den Kontext einordnen und sich ausreichend distanzieren. Zudem sorgen die vielen ruhigen Passagen und Dialogszenen für emotionale Entlastung, sodass für diese Altersgruppe nicht das Risiko einer Beeinträchtigung besteht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Misfit, D 2019
Filmplakat: Misfit
Komödie über ein deutsches Mädchen, das mit den Eltern in den USA lebte und dort mit ihrem persönlichen Vlog beliebt war, zurück in Deutschland aber große Schwierigkeiten hat, da sie von manchen Mitschülern offen gemobbt wird. Der Film thematisiert in jugendaffiner Gestaltung, mit zahlreichen Überzeichnungen und humorvollen Momenten, doch auch mit kritischen Ansätzen, die Rolle von Social Media im Leben Jugendlicher und die Suche nach Identität. Dabei greift er auf manche Stereotypen zurück, plädiert aber in leicht verständlicher Weise für Selbstbestimmung und Toleranz. Die heitere Grundstimmung sowie die teils grelle Komik und Buntheit sorgen dafür, dass ernstere Szenen keine größere Eindringlichkeit oder Nachhaltigkeit entfalten. Da die Inszenierung auch ohne drastische Momente auskommt, können schon Kinder im Vorschulalter den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

TRAUTMANN, D/GB/IRL 2018
Filmplakat: TRAUTMANN
Biographisches Drama über Bernd Trautmann, der als Kriegsgefangener nach England kam und dort im Fußball zur Torhüterlegende wurde – trotz anfänglichen Hasses vieler Briten auf den ehemaligen Kriegsgegner und "Kraut". Der Film erzählt Trautmanns Geschichte und seine Rolle für die Verständigung Englands und Deutschlands in der Nachkriegszeit einfühlsam und überwiegend ruhig. Einzelne dramatische und teils gewalthaltige Szenen, die das Kriegsgeschehen und persönliche Schicksalsschläge thematisieren, können Kinder unter 12 Jahren ängstigen und emotional überfordern. 12-Jährige sind in der Lage, diese Szenen in den Kontext einzuordnen. Ihnen helfen das historische Setting und die zahlreichen positiven Sportszenen dabei, sich von den düsteren Aspekten zu distanzieren. Auch das klare Plädoyer des Films gegen Hass und Vorurteile, durch die positive Identifikationsfigur Trautmann repräsentiert, sorgt für Entlastung. Eine Beeinträchtigung ist daher für 12-Jährige nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 07.03.2019

A Young Man With High Potential, D 2018
Filmplakat: A Young Man With High Potential
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe

Beale Street, USA 2018
Filmplakat: Beale Street
Die Mischung aus Drama und Kriminalfilm erzählt von einem afroamerikanischen Paar in den 1970er Jahren, dessen Liebe auf eine schwere Probe gestellt wird, als man den Mann einer Vergewaltigung bezichtigt. Die Geschichte über den Kampf gegen übermächtigen Rassismus ist einfühlsam und überwiegend ruhig erzählt, integriert dabei auch dokumentarische Aufnahmen und Rückblenden. Im Mittelpunkt stehen die beiden positiven und starken Hauptfiguren. Kinder unter 12 Jahren können von den düsteren Aspekten sowie einigen emotional intensiven, spannenden und gewalthaltigen Szenen, etwa von rassistischen Übergriffen, überfordert werden. 12-Jährige sind bereits in der Lage, diese Szenen in den Kontext einzuordnen und das Geschehen eigenständig zu reflektieren. Das historische Setting, einige lyrische Passagen und die Betonung des Zusammenhalts der Liebenden und ihrer Familien bieten dieser Altersgruppe ausreichend Entlastung, sodass sie den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten können.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Captain Marvel, USA 2019
Filmplakat: Captain Marvel
Comic-Verfilmung über die Superheldin Captain Marvel, deren menschliche DNA einst mit der der DNA einer kriegerischen Alienrasse verschmolzen wurde. Zusammen mit dem Geheimagent Nick Fury will sie das Geheimnis ihrer Herkunft entschlüsseln. Der aufwändige und temporeiche Film enthält eine Vielzahl an Kampf- und Actionszenen. Gewalt wird dabei jedoch nicht reißerisch ausgespielt oder explizit ins Bild gerückt. Kinder ab 12 Jahren haben auf Grund ihres Entwicklungsstands kein Problem, der Handlung zu folgen und die Actionszenen als Teil einer vollkommen realitätsfernen Superheldengeschichte einzuordnen. Zudem bieten humorvolle Szenen immer wieder Gelegenheit zu Entlastung. Auch die positive Botschaft über Selbstbestimmung und humanitärer Hilfsbereitschaft trägt dazu bei, dass bei ab 12 –Jähringen weder eine ängstigende, noch eine sozialethisch desorientierende Wirkung zu befürchten ist.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit, USA 2018
Filmplakat: Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit
Das Drama erzählt nach wahren Begebenheiten von der brillanten Juristin Ruth Bader Ginsburg, ihrer Karriere und ihrem leidenschaftlichen Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen in den USA der 1950er bis 1970er Jahre. Der Film ist ruhig erzählt und konzentriert sich auf seine kluge, willensstarke Protagonistin. Das Thema Geschlechterdiskriminierung wird gut nachvollziehbar dargestellt. Obwohl sich die historischen und politischen Aspekte der Geschichte kleinen Kindern noch nicht erschließen, ist aufgrund der stets zurückhaltenden, einfühlsamen und familientauglichen Inszenierung keine emotionale Überforderung für sie zu befürchten. Einzelne spannende und konflikthafte Momente werden schnell und harmonisch wieder aufgelöst, die ausführlichen Dialoge und die positive Grundstimmung sowie die Musik sorgen immer wieder für Entlastung. So können schon Kinder im Vorschulalter den Film verarbeiten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Kirschblüten & Dämonen, D 2018
Filmplakat: Kirschblüten & Dämonen
Fortsetzung des Films "Kischblüten – Hanami": Im Mittelpunkt steht der erwachsene Sohn des im ersten Film gestorbenen Ehepaars. Er steht vor dem Trümmern seines Lebens und kann sich erst mit Hilfe einer weisen Geisha (eine Freundin seines Vaters) den Geistern seiner Vergangenheit stellen. Der Film ist ruhig inszeniert und hat eine poetische, aber auch depressiv-trostlose Atmosphäre. Immer wieder tauchen die Geister der toten Eltern auf, mit denen der Sohn sich auseinandersetzen muss. Die Konflikte und Streitigkeiten sind teilweise emotional intensiv und im Mittelpunkt stehen gebrochene Figuren, die keine Perspektive haben. Auf Kinder unter 12 Jahren kann dies verstörend und ängstigend wirken. 12-Jährige sind jedoch in der Lage, die übersinnlichen Elemente zu entschlüsseln und als Teil einer poetisch-intellektuellen Selbstfindungsgeschichte zu erkennen. Auf Grund ihres Entwicklungsstands sind sie auch fähig, die Geschehnisse angemessen zu verarbeiten und zugleich eine emotionale Distanz zu wahren.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Mid90s, USA 2018
Filmplakat: Mid90s
Drama über einen 13-jährigen Jungen, der in Los Angeles mit seiner alleinerziehenden Mutter und seinem prügelnden Bruder aufwächst. Als er sich einer Clique von Skatern anschließt, erlebt er Abenteuer, Konflikte und Freundschaft. Der Film ist sehr einfühlsam und gleichermaßen ernst und humorvoll erzählt. Er konzentriert sich auf seinen Protagonisten und dessen Erfahrungen. Einige gewalthaltige und dramatische Szenen sowie die teils vulgäre, sexualisierte Sprache können Kinder unter 12 Jahren irritieren und überfordern. 12-Jährige sind in der Lage, diese Aspekte dem Kontext sowie den dargestellten Figuren zuzuordnen. Die positive Grundstimmung und die Betonung von Freundschaft und Zusammenhalt bieten ab 12-Jährigen ausreichend emotionalen Halt, sodass sie den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten können.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Öldür Beni Sevgilim, TR 2019
Filmplakat: Öldür Beni Sevgilim
Komödie über ein Paar, dessen Ehe nach fünf Jahren am Ende zu sein scheint. Als die beiden einen Millionengewinn im Lotto machen, keimt neue Hoffnung auf – doch das Geld sowie missgünstige Freunde sorgen für dramatische Entwicklungen. Die leicht verständliche Geschichte ist mit vielen skurrilen Überzeichnungen, musikalischen Einlagen und slapstickhaften Szenen erzählt. Kinder im Vorschulalter können zwar einzelne turbulente und gewalthaltige Momente emotional überfordern, doch schon 6-Jährige sind in der Lage, die Darstellungen als unrealistisch und humoristisch zu entschlüsseln. Diese Altersgruppe findet in den ruhigen Passagen und der heiteren Grundstimmung des Films ausreichend Entlastung, sodass für sie keine Beeinträchtigung zu befürchten ist.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Rate Your Date, D 2019
Filmplakat: Rate Your Date
Liebeskomödie über zwei Freundinnen, die gemeinsam mit einem Informatiker eine neuartige Dating-App entwickeln: Die Nutzer können ihre Partner nach dem Treffen in Kategorien einteilen, um so andere vor bösen Überraschungen zu schützen. Dann aber entwickelt sich die Dating-App immer mehr zu einer Mobbing-App. Der Film ist hell und freundlich gestaltet, die Grundstimmung ist heiter und positiv. Die Themen Liebe, Beziehungssuche und Cybermobbing werden in einer Weise behandelt, die für 12-Jährige leicht verständlich ist. Gelegentlich kommt es zu sexualisierter Sprache, aber diese ist stimmig in den komödiantischen Kontext eingebettet und bewegt sich in einem Rahmen, der Zuschauer ab 12 Jahren nicht überfordert. Auch der Alkohol und Drogenkonsum der erwachsenen Protagonisten wird nicht verherrlicht, vielmehr werden die negativen Folgen deutlich gezeigt. Eine sozialethische Desorientierung lässt sich daher ebenfalls ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Stell Dir vor, DU müsstest fliehen, S 2018
Filmplakat: Stell Dir vor, DU müsstest fliehen
Drama über einen schwedischen Vater, der mit seinem vierjährigen Sohn aus Schweden flüchten muss, weil dort ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist. So beginnt eine Odyssee durch Europa, in deren Verlauf sich Vater und Sohn verlieren. Der Film hat eine beklemmende Atmosphäre und enthält eine Vielzahl bedrohlicher Szenen von Flucht, Unsicherheit und Bedrohung. Zwar sind diese Szenen teilweise emotional intensiv und rühren an kindliche Urängste (z.B. beim Verlust des Vaters), können von Zuschauern ab 12 Jahren jedoch ohne Überforderung verarbeitet werden. Kinder und Jugendliche ab diesem Alter sind in der Lage, die Geschichte als Gedankenspiel zu begreifen und die sozialkritische Aussage zu verstehen. Dadurch fällt es ihnen leichter, eine emotionale Distanz zu wahren und die Geschehnisse des Films angemessen zu verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

The Sisters Brothers, F 2018
Filmplakat: The Sisters Brothers
Western über zwei ungleiche, kampferprobte Brüder, die als Kopfgeldjäger durch den Wilden Westen ziehen. Als sie einen Goldwäscher aufspüren und töten sollen, verläuft der weite Weg letztlich anders als gedacht. Der Film erzählt seine Geschichte überwiegend ruhig und zurückhaltend und wartet neben zahlreichen Landschafts- und Naturaufnahmen, Schießereien und schwarzem Humor auch mit für sein Genre untypischen Charakteren und ausgiebigen Dialogen auf. Kindern bietet der Film dabei kaum Anknüpfungspunkte. Zwar können einzelne explizite Gewalt- und Actionszenen unter 12-Jährige überfordern, doch 12-Jährigen bieten das historische Setting und die ansonsten zurückhaltende Inszenierung genug Entlastung. Auch die Betonung von positiven Werten wie Familienzusammenhalt und Freundschaft sorgt dafür, dass 12-Jährige den Film problemlos verarbeiten können.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Vom Lokführer, der die Liebe suchte..., D 2018
Filmplakat: Vom Lokführer, der die Liebe suchte...
Märchenhafter Liebesfilm über einen einsamen Lokführer, der in seinem Zug einen BH findet und fortan versucht, die passende Frau zu dem Wäschestück ausfindig zu machen – so ähnlich wie einst der Prinz in "Aschenputtel". Unterstützt wird er dabei von einem gewitzten Waisenjungen. Der sehr ruhig inszenierte Film erzählt seine märchenhafte und skurrile Geschichte völlig ohne Dialoge. In einer Szene wird der Lokführer von eifersüchtigen Männern verprügelt, bis der Waisenjunge ihn befreit. Auf die jüngsten Zuschauer kann diese Szene übermäßig ängstigend wirken, aber Kinder im Grundschulalter sind in der Lage, sie in den Kontext der Geschichte einzuordnen und ohne Überforderung zu verarbeiten. Auch sonst gibt es keine Szenen, die Kinder ab 6 Jahren ängstigen oder anderweitig beeinträchtigen könnten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

White Boy Rick, USA 2018
Filmplakat: White Boy Rick
Im Drogenmilieu spielendes Drama nach einer wahren Geschichte: Im Detroit der 1980er Jahre wird ein 14-jähriger Teenager aus ärmlichen Verhältnissen zu einem Informant des FBI. Dabei verstrickt er sich in Drogengeschäfte und andere kriminelle Machenschaften, weil er dem Glamour des Drogenmilieus erliegt. Der Film spielt in einer trostlosen Umgebung und in einer heruntergekommenen Stadt, in der sogar die Polizei korrupt ist. Zuschauer aber 12 Jahren sind jedoch in der Lage, diese Darstellungen als Teil einer kritischen Milieustudie zu erkennen und entsprechend zu verarbeiten. Gewalt und Drogenhandel sind zentrale Themen des Films, aber Drogenkonsum wird nicht verherrlicht, sondern als zerstörerisch dargestellt und Gewalthandlungen werden nicht detailliert ausgespielt. Die am Ende stehende Verurteilung des jugendlichen Protagonisten zu lebenslanger Haft macht zudem deutlich, dass hier keine Heldengeschichte erzählt wird. Eine desorientierende Vorbildwirkung ist daher nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben



 
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