SPIO AG II Kino – Verleih tagte am 13. Januar 2005 in München.

SPIO AG II Kino – Verleih tagte am 13. Januar 2005 in München.


Wiesbaden, 18.01.2005

Gut besucht tagte am Donnerstag, den 13. Januar 2005 in München die SPIO Arbeitsgemeinschaft II, die sich mit dem Regelungsbedarf zwischen Kino und Verleih befasst. Im Mittelpunkt der von SPIO Präsident Steffen Kuchenreuther geleiteten engagierten Diskussion standen Überlegungen, wie sich die erfreuliche Tendenz zu steigenden Kinobesuchszahlen weiter fortsetzten ließe sowie technische Fragen. Diskutiert wurde über eine Neuregelung der Freikartenvergabe, über die wachsende Bedeutung besucherspezifischer, individualisierter Marketingmaßnahmen, über das Ziel, den Kinobesuch noch attraktiver zu machen und die Notwendigkeit, klare Spielregeln für die Auswertungskette zu definieren. Die Kinoseite äußerte den Wunsch nach mehr digitalem Content im Trailerbereich, wobei die Verleihseite die Notwendigkeit zufriedenstellender Qualitätsstandards der Projektion einforderte. Kino und Verleih versicherten sich hier eng zusammen- und bei der Arbeitsgruppe des FDW zum "digitalen Vorprogramm" gemeinsam mitzuarbeiten.

Von Seiten des Verleihs wurde thematisiert, dass in Deutschland - anders als in anderen europäischen Ländern - der Arthousefilmbereich sein volles Besucherpotential nicht ausschöpfe. Diskutiert wurde, wie hier Verbesserungen erzielt werden könnten, wobei Einigkeit darüber bestand, dass gerade Arthousefilme, die eher ein älteres Publikum ansprechen, längere Verweilzeiten im Kino brauchen, damit eine positive Mundpropaganda ihre Wirkung entfalten kann.

Erörtert wurde der Stand der Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" im Rahmen der Antipirateriemaßnahmen der Filmwirtschaft. Bemängelt wurde die Zurückhaltung auf Seiten der Kinos, was den Einsatz der Spots und Materialien betrifft. Die Verbandvertreter appellierten gemeinsam an die Filmtheaterunternehmer, die Kampagne stärker zu unterstützen.


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