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Freigabebegründungen

Kinostart am 17.06.2021

Chaos Walking, USA 2021
Filmplakat: Chaos Walking
Science-Fiction-Film über eine junge Frau, die mit ihrem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlandet: Nur Männer leben dort, und deren Gedanken sind alle hörbar. Ein einziger junger Mann stellt sich auf ihre Seite, als die anderen Bewohner für die Frau zur Bedrohung werden. Die dystopische Gesellschaftsvision ist mit zahlreichen typischen Genremitteln erzählt und lädt zur Identifikation mit den beiden sympathischen Hauptfiguren ein. Bedrohungsszenarien und spannende Momente wechseln dabei mit ruhigen Passagen ab. Einzelne Gewaltdarstellungen können in diesem Kontext zwar Kinder unter 12 Jahren überfordern, doch 12-Jährige sind bereits in der Lage, die Genreelemente zu erkennen und das Geschehen zu verarbeiten. Das phantastische Setting fern ihrer Lebensrealität trägt zusätzlich dazu bei, dass diese Altersgruppe sich ausreichend distanzieren kann und für sie kein Risiko einer übermäßigen Erregung oder Ängstigung besteht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Frühling in Paris, F 2020
Filmplakat: Frühling in Paris
Coming-of-Age-Film über eine 16-jährige Pariserin, die sich von ihren Altersgenossen gelangweilt fühlt. Sie beginnt eine Liebesaffäre mit einem 35-jährigen Schauspieler und verlebt zauberhafte Tage mit ihm – bis ihr Zweifel kommen, ob sie dadurch nicht das "richtige" Leben einer Jugendlichen verpasst. Der Film ist ruhig und dialogorientiert inszeniert. Die Atmosphäre ist freundlich, und es gibt keinerlei Szenen oder Dialoge, die eine negative oder verstörende Wirkung auf junge Kinder haben könnten. Zudem bietet die Geschichte Kindern im Vor- und Grundschulalter kaum emotionale Anknüpfungspunkte und Identifikationsfiguren, sodass es ihnen leicht fällt, eine Distanz zu wahren. Beeinträchtigungen lassen sich rundweg und bei allen Altersgruppen ausschließen.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Malasaña 32 - Haus des Bösen, E 2020
Filmplakat: Malasaña 32 - Haus des Bösen
Der Horrorthriller spielt in den 1970er Jahren und erzählt von einer Familie, die vom Land nach Madrid zieht. Das große Apartment in einer beliebten Straße scheint allerdings nicht nur von ihnen bewohnt zu werden. Alsbald wird ihre Traumwohnung zum Alptraum. Der Film baut zunächst langsam eine bedrohliche sowie unheimliche Atmosphäre auf und zieht dann die Spannung mit typischen Stilmitteln des Genres, wie vereinzelte Schockeffekte, an. Die beständige Bedrohung und einzelne, auch drastische Darstellungen von Verletzungen und Leiden sowie die Thematisierung von Selbstverletzung und Suizid können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren emotional überfordern. 16-Jährige sind jedoch aufgrund ihrer Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte dem Genrekontext zuzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Das historische Setting und die deutliche Fiktionalität des Geschehens bieten dieser Altersgruppe genug Entlastung, den Film ohne Überforderung zu verarbeiten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Mein Freund Poly, F/B 2020
Filmplakat: Mein Freund Poly
Kinderfilm über ein zehnjähriges Mädchen aus Paris, das nach einem Umzug in die südfranzösische Provinz einen ungewöhnlichen Freund findet: Ein Zirkuspony namens Poly. Als sie herausfindet, dass Poly von dem Zirkusdirektor zu den Kunststücken gezwungen wird, befreit sie ihren vierbeinigen Freund und begibt sich mit ihm auf eine abenteuerliche Reise. Der Film ist freundlich gestaltet und arbeitet mit einem leicht verständlichen Gut-Böse-Schema. Es gibt zwar einige Schreck-, Spannungs- und Bedrohungsmomente, doch diese sind kurz gehalten und werden stets von entspannenden Szenen ausgeglichen. In der unerschrockenen Heldin finden junge Zuschauer zudem eine Identifikationsfigur, die sie sicher durch die Geschichte führt. Von einer Überforderung ist daher auch bei Vorschulkindern nicht auszugehen.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Mortal Kombat (2021), USA 2021
Filmplakat: Mortal Kombat (2021)
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe

Stillstehen, D 2019
Filmplakat: Stillstehen
Drama über eine junge Frau, die sich den Erwartungen der Leistungsgesellschaft entzieht, indem sie rein gar nichts tut. Hin und wieder verhält sie sich bewusst grenzüberschreitend, damit sie in die Psychiatrie eingewiesen wird. Zu einer etwas älteren Krankenschwester, die ein angepasstes Leben führt, entwickelt sie schließlich eine Freundschaft. Der Film enthält einige irritierende Szenen, speziell wenn es um die eigenwilligen Provokationen der Hauptfigur geht. Auch das Thema Suizid wird am Rande behandelt. Jugendliche ab 12 Jahren sind in der Lage, das Verhalten in den Kontext der Geschichte einzuordnen und die Hauptfigur ebenso kritisch zu hinterfragen, wie die Gesellschaftsmechanismen, gegen die sie rebelliert. Humorvolle Brechungen und eine stellenweise poetische Erzählweise erleichtern dabei eine emotionale Distanzierung. Beeinträchtigungen sind daher bei Zuschauern ab 12 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

The UNHOLY, USA 2021
Filmplakat: The UNHOLY
Horrorfilm über einen einstigen Starjournalisten, der über eine taubstumme Frau berichten soll, die nach einer Marienerscheinung geheilt wurde und seitdem selbst heilende Kräfte besitzt. Dann aber kommt es in der kleinen Gemeinde zu einer Reihe erschreckender Ereignisse. Der Film hat eine zunehmend angespannte Atmosphäre, die in einem eindrücklichen Finale gipfelt. Auch enthält er eine Reihe von Schreckmomenten und Gewaltdarstellungen, die jedoch nicht reißerisch ausgespielt werden. Jugendliche ab 16 Jahren sind problemlos fähig, die Geschehnisse als Teil einer mystischen Gruselgeschichte zu betrachten, die nichts mit ihrer Lebensrealität zu tun hat. Sie können die Spannungs- und Gewaltszenen entsprechend einordnen und eine emotionale Distanz wahren. Nachhaltige Ängstigungen oder anderweitige Beeinträchtigungen lassen sich ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

They Want Me Dead, USA 2021
Filmplakat: They Want Me Dead
Der Genremix aus Actionthriller und Abenteuerfilm erzählt von einem 14-jährigen Jungen, der Zeuge eines Mordes wird und dem daher zwei Killer auf den Fersen sind. Hilfe in der Weite der Wälder Montanas findet er bei einer mutigen Feuerwehrfrau. Die Handlung des Films ist klar strukturiert und bietet einen Wechsel zwischen Spannungs- und Actionszenen sowie ruhigeren Passagen, in denen sowohl die Landschaften wie auch die Charaktere zur Geltung kommen. Für junge Zuschauer*innen bietet sich der Protagonist dabei als starke Identifikationsfigur an. Einzelne bedrohliche Momente und Gewaltdarstellungen können Kinder unter 12 Jahren überfordern, doch schon 12-Jährige können sich ausreichend distanzieren, da sich ihnen genug Entlastungsmomente bieten. Die klare Aufteilung in vorbildhafte gute Figuren und Bösewichte, viele ruhige Passagen und das absehbare Happy End federn die dramaturgisch gut eingebetteten intensiven Momente gut ab, sodass kein Risiko einer Überforderung besteht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 10.06.2021

Der Mauretanier, USA 2021
Filmplakat: Der Mauretanier
Politdrama nach den Memoiren von Mohamedou Ould Slahi, der Ende 2001 in Mauretanien verhaftet und in das Internierungslager Guantanamo Bay verschleppt wurde. Als vermeintlicher Terrorist wird er brutal verhört und gefoltert. Schließlich kämpfen zwei amerikanische Rechtsanwältinnen für seine Freilassung. Der Film hat eine intensive Grundatmosphäre und enthält einige Szenen, in den Folter und andere Misshandlungen zu sehen sind. Diese Szenen sind belastend und können für Jugendliche ab 12 Jahren eine Herausforderung darstellen. Von einer emotionalen Überforderung ist jedoch nicht auszugehen, da die Geschehnisse stimmig in den kritischen Handlungskontext eingebunden sind. Zuschauer ab 12 Jahren sind der Lage, dies nachzuvollziehen und die Darstellungen angemessen zu verarbeiten. In den Rechtsanwältinnen finden sie zudem positive und starke Identifikationsfiguren. Auch das positive Ende hat eine entlastende Wirkung.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

May, die dritte Frau, VN 2018
Filmplakat: May, die dritte Frau
Im Vietnam des 19.Jahrhundert spielendes Drama über ein 14-jähriges Mädchen namens May, das einen reichen Plantagenbesitzer heiraten soll, den sie noch nie gesehen hat. Neben ihr gibt es noch zwei weitere Ehefrauen, die sie schwesterlich aufnehmen. Durch Affären und Geheimnisse bahnt sich jedoch bald eine Familientragödie an. Der Film ist ruhig inszeniert und schildert den Alltag eines fremden, historisch verorteten Kulturkreises. Vereinzelt gibt es dramatische Situationen und Konflikte, die am Ende in Verzweiflung und Suizid münden. Allerdings sind diese Geschehnisse zurückhaltend inszeniert und stimmig in die Dramaturgie eingebettet. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind problemlos fähig, die Handlungen in den Kontext der Geschichte einzuordnen und sie kritisch zu hinterfragen. Der historische und exotische Spielort erleichtert zudem eine Distanzierung. Negative Wirkungen lassen sich daher bei der Altersgruppe ab 12 Jahren ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Tom Clancy's Gnadenlos, USA 2021
Filmplakat: Tom Clancy's Gnadenlos
Der Actionthriller erzählt vom Rachefeldzug eines Ex-US-Navy-Seals: Als seine Frau einem Anschlag zum Opfer fällt, macht sich der Soldat auf die Suche nach den Drahtziehern – und deckt eine internationale Verschwörung auf. Der Film ist mit genretypischen Mitteln erzählt und konzentriert sich in einer Abfolge rasanter Actionszenen und undurchsichtiger Ränkespiele in der Welt von Militär und Geheimdiensten auf die starke Hauptfigur, die zur Identifikation einlädt. Vor dem Hintergrund der Rache als zentralem Antrieb können die zahlreichen intensiven Gewaltdarstellungen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern. Doch 16-Jährige sind auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, die Genremuster zu erkennen und sich ausreichend zu distanzieren, da die Gewalt gut in die Handlung eingebunden und nicht detailliert ausgespielt ist. Auch aufgrund des Settings fern ihrer Alltagsrealität ist für diese Altersgruppe keine Überforderung zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

WHAT LIES BELOW, USA 2020
Filmplakat: WHAT LIES BELOW
Fantasy-Gruselthriller über eine Jugendliche, die überzeugt ist, dass mit dem neuen, verführerischen Liebhaber ihrer Mutter etwas nicht stimmt, da es seit seinem Auftauchen zu unerklärlichen Ereignissen kommt. Der Film hat eine zunehmend unheimliche Atmosphäre und enthält eine Reihe von Schreck- und Bedrohungsmomenten. Vereinzelt kommt es zu teils drastischen Gewaltszenen, die jedoch nicht verherrlicht oder reißerisch ausgespielt werden. Jugendliche ab 16 Jahren sind auf Grund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung problemlos fähig, diese Szenen zu verkraften, sie als Teil einer realitätsfernen Gruselgeschichte zu betrachten und eine emotionale Distanz zu wahren. Nachhaltige Ängstigungen oder anderweitige Beeinträchtigungen sind nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben



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