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Freigabebegründungen

Kinostart am 24.09.2020

Blackbird - Eine Familiengeschichte, USA/GB 2019
Filmplakat: Blackbird - Eine Familiengeschichte
Das Drama erzählt von einer unheilbar kranken Frau, die den Entschluss gefasst hat, ihr Leben selbstbestimmt zu beenden. Als sie ihre Familie einlädt, um Abschied zu nehmen, lassen ungelöste Konflikte und unbequeme Wahrheiten die erhoffte Harmonie zunächst in weite Ferne rücken. Der Film ist einfühlsam erzählt und konzentriert sich ganz auf die sympathisch und differenziert gezeichneten Figuren und ihre Beziehungen. Dabei können die Themen Suizid und Sterbehilfe sowie einzelne dramatische Passagen aufgrund der intensiven Inszenierung Kinder im Grundschulalter emotional überfordern, während aber 12-jährige auf der Basis ihrer Medienerfahrung und ihrer persönlichen Entwicklung bereits in der Lage sind, mit diesen Aspekten umzugehen. Sie können sich mit dem Geschehen auseinandersetzen und eine eigene Haltung dazu entwickeln. Eine Beeinträchtigung ist für sie nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

David Copperfield - Einmal Reichtum und zurück, GB/USA 2019
Filmplakat: David Copperfield - Einmal Reichtum und zurück
Literaturverfilmung, die den ereignisreichen Lebensweg des Titelhelden David Copperfield im viktorianischen England schildert, von seiner Kindheit unter einem herrischen Stiefvater bis zum Erwachsenenalter, wo er als Gentleman seinen Platz in der Welt sucht. Der episodisch inszenierte Film hat eine heitere Grundstimmung und stellt eine sympathische Figur in den Mittelpunkt. Vereinzelt gibt es leicht dramatische Situationen (z.B. Zwang zur Kinderarbeit und Gewalt durch den Stiefvater). Allerdings entfalten diese Szenen im Kontext der positiven und oftmals humorvollen Geschichte keine ängstigende Wirkung auf Kinder ab 6 Jahren. In dem jungen Helden finden Grundschulkinder auch eine starke und mutige Identifikationsfigur, die sie bis zum Happy End sicher durch die Geschichte führt. Zudem erleichtert der historische Spielort eine emotionale Distanzierung. Überforderungen lassen sich daher ausschließen.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Futur Drei, D 2019
Filmplakat: Futur Drei
Drama über einen jungen Mann iranischer Herkunft in Deutschland, der sich auf der Suche nach Identität und sexueller Orientierung zunächst ins rauschhafte Partyleben und kurzlebige Kontakte stürzt – bis er ein iranisches Geschwisterpaar kennenlernt und neue Gefühle entdeckt. Die Coming-of-Age-Geschichte ist einfühlsam und sehr jugendaffin erzählt. Migrationserfahrung, experimentierende Sexualität, Freundschaft und erste Liebe werden differenziert und glaubhaft geschildert. Kinder unter 16 Jahren können durch die deutliche, teils offensive Darstellung von Sexszenen, besonders im Kontext von Prostitution, irritiert und überfordert werden. Doch 16-Jährige sind in ihrer Entwicklung bereits weit genug, um diese Aspekte in die Entwicklungsgeschichte der Hauptfigur einzuordnen und sie eigenständig zu bewerten. Die Gefahr einer Schamverletzung oder Desorientierung besteht für diese Altersgruppe nicht.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

OOOPS! 2 – LAND IN SICHT, D 2020-0
Filmplakat: OOOPS! 2 – LAND IN SICHT
Fortsetzung des Animationsfilms "Ooops! Die Arche ist weg...": Die Tiere auf der Arche sind seit Wochen auf hoher See, und allmählich werden die Lebensmittel knapp. Als die Freunde Finny und Lea über Bord gehen und sich auf ein Floß retten, beginnt ein großes Abenteuer. Die beiden hoffen auf Land zu stoßen und Futter für die anderen Tiere zu finden. Der Film ist bunt gestaltet und hat eine fröhliche Grundstimmung. Die Geschichte ist auch für Kinder im Vorschulalter nachvollziehbar. Vereinzelt gibt es leicht dramatische Situationen (z.B. der Sturz der Freunde von der Arche), die jedoch stets schnell und positiv aufgelöst werden. Zahlreiche humorvolle Szenen bieten zudem Gelegenheit zur Entlastung. Überforderungen oder nachhaltige Ängstigungen sind daher auch bei den jüngsten Zuschauer nicht zu befürchten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Pelikanblut, D 2019
Filmplakat: Pelikanblut
Psychodrama über eine Frau, die ein fünfjähriges Mädchen aus Bulgarien adoptiert. Als das Kind auf Grund eines frühkindlichen Traumas verhaltensauffällig wird und sich aggressiv verhält, versucht die Adoptivmutter, sie selbst zu therapieren und zu heilen – mit Liebe und Hingabe, aber auch mit immer fragwürdigeren Methoden. Der Film hat eine zunehmend beklemmende, teils bedrohliche und unheimliche Atmosphäre. Zugleich wirken die Geschehnisse sehr lebensnah. Es werden eine Reihe ernster Themen behandelt, zum Beispiel kindliche Traumata, sexueller Missbrauch und schwarze Magie (eine Art Exorzismus zur "Heilung" des Kindes). Jugendliche ab 16 Jahren sind auf Grund ihres Entwicklungsstands in der Lage, diese Themen zu begreifen und die Geschehnisse angemessen einzuordnen. Sie können insbesondere auch das immer wahnhaftere Verhalten der Mutter mit angemessener Distanz betrachten und kritisch hinterfragen. Ängstigungen oder Überforderungen sind bei dieser Altersgruppe nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Persischstunden, D/RUS 2020
Filmplakat: Persischstunden
Im Jahr 1942 spielendes Holocaustdrama über einen belgischen Juden, der sich in einem KZ als Perser ausgibt, um nicht erschossen zu werden. Als er dem Lagerkommandanten Farsi beibringen soll, denkt er sich eine Fantasiesprache aus, damit sein Schwindel nicht auffliegt. Der Film arbeitet mit einem klaren Gut-Böse-Schema und stellte eine positive Identifikationsfigur in den Mittelpunkt. Es gibt einige emotional intensive Szenen und Gewalthandlungen, die für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren eine Herausforderung darstellen können, von einer Überforderung ist aber nicht auszugehen: Zuschauer ab 12 Jahren sind auf Grund ihres Entwicklungsstands fähig, die Geschehnisse in den historischen Kontext einzuordnen und angemessen zu verarbeiten. Entlastend wirkt zudem, dass die Geschichte über das Verhältnis der beiden Männer sowie das Erlernen der Sprache deutlich im Mittelpunkt steht. Beeinträchtigungen sind daher nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 17.09.2020

BINTI - ES GIBT MICH!, B 2019
Filmplakat: BINTI - ES GIBT MICH!
Der Kinderfilm erzählt von der Freundschaft zwischen einem 12-jährigen Mädchen aus dem Kongo, das mit ihrem Vater illegal in Belgien lebt, und einem 11-jährigen Jungen, dessen Eltern geschieden sind. Um ihre Probleme zu lösen, beschließen die beiden, ihre Eltern zu verkuppeln. Der Film ist ruhig und einfühlsam erzählt, die beiden kindlichen Protagonisten eignen sich als starke Identifikationsfiguren für junge Zuschauer. Lediglich einzelne bedrohliche Momente und die Darstellung einer Verletzung können Kinder im Vorschulalter überfordern. Doch schon 6-Jährige sind in der Lage, diese Aspekte im Kontext der Handlung zu verarbeiten. Die ansonsten durchweg kindgerechte und harmonische Gestaltung des Films sowie die Betonung positiver Werte wie Zusammenhalt und Selbstvertrauen geben Kindern im Schulalter jederzeit ausreichend Halt, den Film ohne Überforderung zu verarbeiten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Hello again - ein Tag für immer, D 2020-0
Filmplakat: Hello again - ein Tag für immer
Romantische Komödie über eine junge Frau, die überzeugt ist, dass die künftige Ehefrau ihres besten Freundes nicht die Richtige für ihn ist. Am Tag der Trauung versucht sie, die Eheschließung zu verhindern, und gerät in eine Zeitschleife. Der teilweise märchenhafte Film hat eine heitere Grundstimmung und enthält keine dramatischen Situationen, die Kinder im Grundschulalter ängstigen könnten. Vereinzelt gibt es Anspielungen auf Sexualität, aber auch diese Szenen sind zurückhaltend inszeniert, sodass sich bei Kindern ab 6 Jahren Irritationen oder anderweitige Beeinträchtigung ausschließen lassen.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Jean Seberg - Against all Enemies, USA 2020-0
Filmplakat: Jean Seberg - Against all Enemies
Der auf der Biographie der Schauspielerin Jean Seberg basierende Politthriller erzählt von ihrem Engagement für die Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre in den USA und von den skrupellosen und vernichtenden Gegenmaßnahmen des FBI. Der Film ist weitgehend ruhig und chronologisch erzählt und konzentriert sich vor dem Hintergrund eines Gesellschaftsporträts auf seine starke und sympathische Protagonistin. In der Schilderung ihres Schicksals können einzelne Darstellungen von Gewalt und Bedrohung eine emotionale Intensität annehmen, die Kinder unter 12 überfordert. 12-Jährige sind aber bereits in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen. Da immer wieder ruhige Szenen für Entlastung sorgen und auch das historische Setting die Distanzierung erleichtert, kann diese Altersgruppe den Film ohne Überforderung verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

The Outpost - Überleben ist alles, USA 2020-0
Filmplakat: The Outpost - Überleben ist alles
Der Kriegsfilm basiert auf wahren Begebenheiten und schildert den blutigen Kampf einer Einheit von US-Soldaten auf einem Außenposten in Afghanistan gegen angreifende Taliban, die ihnen zahlenmäßig weit überlegen sind. Die verzweifelte Verteidigung der GI und ihr Warten auf Unterstützung schildert der Film mit Konzentration auf wenige Protagonisten und mit einigen typischen Genreelementen des Kriegsfilms. Die anhaltende Spannung der Kampfszenen mit teils drastischen Darstellungen von physischer Gewalt, Verletzungen und Leiden sowie der durchweg derbe Sprachgebrauch können für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren eine überfordernde und desorientierende Wirkung haben. 16-Jährige verfügen aber bereits über ausreichend Medienerfahrung, sodass sie diese Aspekte dem Genre und der Situation zuordnen können, die von ihrer eigenen Lebensrealität weit entfernt sind. Eine Beeinträchtigung ist für diese Altersgruppe auszuschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Über die Unendlichkeit, S/D/N 2019
Filmplakat: Über die Unendlichkeit
Episodenhaft inszenierter Film, der keiner klassischen Dramaturgie folgt und in einem betont künstlich wirkenden Stil inszeniert ist. Unter anderem streift ein Paar durch das von Krieg verwüstete Köln; ein Vater bindet seiner Tochter im Regen den Schuh; Teenager tanzen vor einem Café. Einige Episoden haben eine düstere Atmosphäre und es kommt auch zu gewaltsamen Situationen. Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren stellen manche dieser Szenen eine Herausforderung dar, von einer Überforderung ist aber nicht auszugehen: Auf Grund ihres Entwicklungsstands sind 12-Jährige in der Lage, den Film als Bildkunstwerk zu entschlüsseln und die Geschehnisse entsprechend einzuordnen. Zudem lässt die artifizielle Ästhetik eine emotionale Distanz zu. Negative Wirkungen lassen sich daher bei Zuschauenden ab 12 Jahren ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben



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