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Freigabebegründungen

Kinostart am 13.12.2018

Die Erscheinung, F 2018
Filmplakat: Die Erscheinung
Die Mischung aus Drama und Thriller erzählt von einem traumatisierten Kriegsjournalisten, der vom Vatikan beauftragt wird, die Marienerscheinung einer jungen Frau zu untersuchen – ein Auftrag mit tiefgreifenden persönlichen Folgen. Die komplexe Geschichte ist auf die beiden Hauptfiguren konzentriert, während Nebenfiguren überwiegend mysteriös und düster wie die gesamte Atmosphäre sind. Im Lauf der Handlung spitzen sich die Ereignisse dramatisch und momentweise auch drastisch zu, was Kinder unter 12 Jahren irritieren und ängstigen kann. Doch 12-Jährige sind auf der Basis ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, diese Szenen in den Kontext der ambivalent dargestellten spirituellen Themen einzuordnen. Auch weil das Setting und die Protagonisten ihnen kaum direkte Anknüpfungspunkte bieten, können sie eine kritische Distanz zum Geschehen einnehmen. Eine Überforderung ist für diese Altersgruppe nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Gegen den Strom, IS/F/UA 2018
Filmplakat: Gegen den Strom
Mischung aus Drama und Thriller über eine Chorleiterin, die als leidenschaftliche Umweltaktivistin in heimlichen Aktionen Industrieanlagen sabotiert. Als endlich ihrem Antrag auf eine Adoption stattgegeben wird, will sie einen letzten großen Coup starten. Der Film ist überwiegend ruhig und oft humorvoll erzählt und konzentriert sich auf seine eigenwillige, trotz ihrer - nie gegen Menschen gerichteten - Gesetzesverstöße sehr sympathisch gezeichnete und zur Identifikation einladende Protagonistin. Auch junge Zuschauer können die Action- und Spannungssequenzen gut verarbeiten, lediglich Kinder im Vorschulalter werden möglicherweise von einzelnen dramatischen Momenten emotional überfordert. 6-Jährige können sich aber ausreichend distanzieren, denn ihnen bieten die ruhige, überwiegend harmonische Erzählweise sowie die vielen musikalischen Einlagen ausreichend Entlastung. Das Risiko einer Beeinträchtigung besteht für Grundschulkinder nicht.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Mellow Mud, LV 2016
Filmplakat: Mellow Mud
Drama über eine 17-Jährige und ihren kleinen Bruder, die den Tod ihrer Großmutter zu verheimlichen versuchen, damit sie nicht ins Heim müssen. Nach und nach wird die Bewältigung des Alltags aber immer schwieriger für die beiden. Die Geschichte ist überwiegend ruhig und realistisch erzählt, der Fokus liegt dabei auf dem starken, selbstbewussten Mädchen, das sich für Jugendliche als Identifikationsfigur eignet. Aufgrund der zurückhaltenden Inszenierung können bereits sehr junge Zuschauer den Film verarbeiten, lediglich einzelne dramatische Momente können im Zusammenspiel mit der oft melancholischen Atmosphäre Kinder unter 6 Jahren emotional überfordern. Grundschulkinder sind aber in der Lage, sich von diesen Aspekten zu distanzieren. Ihnen erschließt sich die Geschichte soweit, dass sie mit dem Geschehen umgehen können. Eine Beeinträchtigung ist für ab 6-Jährige nicht zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Mortal Engines, USA 2018
Filmplakat: Mortal Engines
Fantasy-Abenteuer über eine Zukunft, in der zahlreiche Städte durch Motoren mobil gemacht worden sind, damit sie andere Städte angreifen und deren Rohstoffe plündern können. Ein junges, heldenhaftes Paar nimmt den Kampf mit dem bösen Anführer Londons auf, der mächtigsten aller Städte. Der Film hat eine düstere Atmosphäre und es gibt einige Kampfszenen, bei denen auch Menschen getötet werden. Diese Szenen sind durchaus effektvoll inszeniert, aber die Gewalt wird nicht übermäßig ausgespielt, so dass sie Zuschauer ab 12 Jahren nicht überfordert: Kinder und Jugendliche ab diesem Alter können die Kämpfe in den Kontext der realitätsfernen Science-Fiction-Geschichte einordnen und sie entsprechend verarbeiten. In den jungen Helden finden sie zudem starke und positive Identifikationsfiguren. Auch das Happy-End trägt zur Entlastung bei. Beeinträchtigungen sind daher nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Postcards From London, GB 2018
Filmplakat: Postcards From London
Drama über einen naiven jungen Engländer, der aus der Provinz nach London kommt, um sein Glück zu finden. Dort schließt er sich einer Gruppe feingeistiger Callboys an, die sich durch ihr Wissen über Kunst und Kultur auszeichnen, und ihren Freiern neben den Liebesdiensten auch geistreiche Gespräche anbieten. Der Film ist in betont kunstvoller, beinahe theaterhafter Weise inszeniert und die anspruchsvollen Dialoge drehen sich vor allem um Kunst und Kultur. Das Thema Prostitution wird nur in Dialogen behandelt und es gibt keinerlei Sexszenen. Im Vordergrund steht die Entwicklungs- und Selbstfindungsgeschichte der Hauptfigur. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können der Handlung problemlos folgen, und auch wenn sie womöglich nicht alle Bezüge zur Kunst- und Filmgeschichte verstehen, entsteht dadurch keine negative Wirkung. Beeinträchtigungen lassen sich daher ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 06.12.2018

100 Dinge, D 2018
Filmplakat: 100 Dinge
Komödie über zwei Freunde, die zugleich ständige Konkurrenten sind. Wegen einer Wette müssen sie für 100 Tage auf fast allen Besitz verzichten – was zu Erkenntnissen, aber auch heftigen Konflikten führt. Der Film thematisiert in heiterer Atmosphäre existenzielle Fragen über Konsum und die wahren Werte im Leben, was sich aufgrund der dialogzentrierten und humorvoll-gelassenen Erzählweise auch sehr jungen Zuschauern erschließt. Konflikte werden trotz einzelner Handgreiflichkeiten meist verbal ausgetragen, wobei einzelne vulgäre Beschimpfungen im Kontext wachsender Spannungen zwischen den Protagonisten Kinder unter 6 Jahren überfordern können. Kinder im Grundschulalter erleben die Sprachbilder als deutlich angebunden an erwachsene Figuren; sie können sich ausreichend davon distanzieren und finden in der insgesamt harmonisch angelegten Erzählung mit absehbar positivem Ausgang jederzeit genug emotionalem Halt, sodass für sie keine Beeinträchtigung zu befürchten ist.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Anna und die Apokalypse, GB 2018
Filmplakat: Anna und die Apokalypse
Die Mischung aus Horrorfilm, Teenie-Komödie und Musical erzählt von einer Schülerin, die mit einer Zombie-Epidemie in ihrer Kleinstadt konfrontiert wird – und sich sehr entschlossen zur Wehr setzt. Der Film, in dessen Mittelpunkt eine mutige, starke Heldin steht, ist mit schwarzem Humor und zahlreichen Splattereinlagen - den drastischen Maßnahmen gegen die Zombies - erzählt, ergeht sich aber nicht in Details der Gewalt. Dennoch kann die blutige Intensität einiger Szenen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren übererregen und desorientieren. 16-Jährige sind auf der Basis ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend von diesen deutlich überhöhten Elementen zu distanzieren und die ironische Seite des Films zu erkennen. Ihnen bieten der Humor und die vielen musikalischen Einlagen genug Entlastung, sodass für sie keine Überforderung zu befürchten ist.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Astrid, S/DK/D 2018
Filmplakat: Astrid
Biographisches Drama über die schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren und ihre Jugend in den 1920er Jahren. Durch eine Schwangerschaft als 16-jährige und das Los als alleinerziehende Mutter erlebt sie bereits sehr jung einige Krisen. Die Geschichte ist leicht verständlich und weitgehend ruhig erzählt, sie konzentriert sich auf die positive und unbeugsame Hauptfigur, die für Kind und ihre Familie kämpft. Die zurückhaltende Inszenierung auch von Liebesszenen und die zahlreichen Aufnahmen von Landschaften und dörflichen Szenerien sowie das deutlich historische Setting ermöglichen bereits sehr jungen Zuschauern, mit den dargestellten Konflikten ohne Überforderung umzugehen. Lediglich Kinder im Vorschulalter können von einzelnen dramatischen Passagen emotional überfordert werden, während Schulkinder schon in der Lage sind, auch diese im Kontext der ruhigen Erzählung problemlos zu verarbeiten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Climax, F 2018
Filmplakat: Climax
Psychodrama über eine Streetdance-Gruppe, die kurz vor dem Aufbruch zu einer Tournee durch die USA steht. Während der Proben werden die Mitglieder jedoch ohne ihr Wissen unter Drogen (LSD) gesetzt und stürzen in eine surreale, höllische Erfahrungswelt. Der Film ist in einem betont künstlichen Stil inszeniert und die Situation wirkt wie ein Laborexperiment oder eine Versuchsanordnung. Es gibt mehrere Sex- und Gewaltszenen, die jedoch nicht reißerisch ausgespielt werden. Auch der Drogenkonsum wird nicht verherrlicht, im Gegenteil: der Film zeigt eindrücklich, wozu Menschen unter Drogeneinfluss fähig sind. Zudem erleichtert die künstliche Gestaltung es Jugendlichen ab 16 Jahren, sich von den Geschehnissen zu distanzieren. Zuschauer ab diesem Alter sind auf Grund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, das Gesehene einzuordnen und angemessen zu verarbeiten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Das Entschwinden, NL/N 2017
Filmplakat: Das Entschwinden
Drama über eine norwegische Journalistin, die angesichts einer unheilbaren Krankheit in die norwegische Wildnis reist, um sich mit ihrer dort lebenden Mutter zu versöhnen. Der Film ist von einer bedrückend-schwermütigen Atmosphäre geprägt und schildert die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung auf eindringliche Weise. Kinder ab 12 Jahren sind in der Lage, die Konflikte zu verstehen und den Verlauf der Geschichte angemessen einzuordnen. Auch der fortwährende Zigaretten- und Alkoholkonsum der Hauptfigur und das traurige Ende können von Zuschauern ab 12 Jahren im Kontext der Gesamthandlung verarbeitet werden. Der fremdartige Spielort und die sehr "erwachsenen" Probleme erleichtern zudem eine emotionale Distanzierung. Eine überfordernde oder desorientierende Wirkung ist aus diesen Gründen nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Deliler - Fatih'in Fermani, TR 2018
Filmplakat: Deliler - Fatih'in Fermani
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe

Hedefim Sensin, TR 2018
Filmplakat: Hedefim Sensin
Komödie über einen einfachen Fleischbällchen-Verkäufer, der durch eine antike Münze in eine ganze Reihe turbulenter Abenteuer gerät. Gezwungen, Istanbul zu verlassen, entdeckt er auf einer entlegenen Insel ein ganz neues Leben für sich. Die auch für Kinder leicht verständliche Geschichte ist in teils rasantem Tempo, mit einfach gezeichneten, sympathischen Charakteren und zahlreichen Slapstick-Elementen erzählt und von einer heiteren Atmosphäre bestimmt. Auch böse Charaktere sind dabei nicht besonders bedrohlich dargestellt. Zwar können einzelne gewalthaltige Sequenzen Kinder im Vorschulalter irritieren, da sie diese noch nicht einordnen können, doch bereits 6-Jährige sind in der Lage, sie problemlos zu verarbeiten. Ihnen bieten der freundliche Humor, die ruhigen Passagen und schönen Landschaftsaufnahmen des Films ausreichend Entlastung, sodass kein Risiko einer Überforderung besteht.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Les Affamés - Die Ausgehungerten, F 2018
Filmplakat: Les Affamés - Die Ausgehungerten
Komödie über eine 21-jährige Frau, die durch einen Generalstreik der "Millennials" beweisen will, dass ihre angeblich ziellose Generation keineswegs wertlos für die Gesellschaft ist. Der Film ist dialogstark, lebensnah und humorvoll inszeniert, im Mittelpunkt stehen sympathisch-liebenswerte Charaktere. Es gibt keine dramatischen oder ängstigenden Szenen. Vereinzelt kommt es zu sexualisierter Sprache, aber im Kontext der harmonischen Gesamtgeschichte entwickelt dies keine nennenswerte Wirkung. Kinder im Vorschulalter und junge Grundschulkinder werden der Handlung zwar kaum folgen können, aber eine negative Wirkung entsteht dadurch nicht.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Roma, MEX/USA 2018
Filmplakat: Roma
In den 1970er Jahren in Mexiko spielendes Drama über das Leben einer Mittelklassefamilie mit vier Kindern, einer Großmutter und zwei Hausmädchen. Alle Personen müssen große und kleine Schicksalsschläge überstehen. Der Film ist in einem beinahe dokumentarischen Stil inszeniert und zeigt das liebevolle Miteinander der Figuren. Zu den dramatischen Situationen gehören eine tragisch endende Geburt und eine Studentenrevolte, bei der ein Demonstrant erschossen wird. Diese und ähnliche Szenen bewegen sich jedoch in einem Rahmen, der Kinder ab 12 Jahren weder ängstigt, noch anderweitig beeinträchtigt. Zuschauer ab diesem Alter können der Geschichte gut folgen und die Geschehnisse entsprechend einordnen. Überforderungen lassen sich ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Tabaluga, D 2018
Filmplakat: Tabaluga
Animationsfilm nach dem Kinder-Musical von Peter Maffay: Der junge Drache Tabaluga wächst bei seinem Adoptivvater in der Märchenwelt Grünland auf. Als der Bösewicht Arktos Grünland in eine Eiswelt verwandeln will, muss Tabaluga das verhindern. Dabei findet er neue Freunde und verliebt sich in eine Eisprinzessin. Der Film ist kindgerecht gestaltet und stellt positive Figuren in den Mittelpunkt. Es gibt einige Spannungsszenen und Verfolgungsjagden, die aber stets schnell aufgelöst werden. Die bunte Gestaltung, der Humor und viel Musik bieten den jüngsten Zuschauern zudem reichlich Gelegenheit zur Entspannung. Überforderungen sind daher bei keiner Altersgruppe zu befürchten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Unknown User: Dark Web, USA 2018
Filmplakat: Unknown User: Dark Web
Thriller über einen jungen Mann, der einen Laptop mitgehen lässt und nicht ahnt, welch grausamen Folgen dies haben wird: Denn er und seine Freunde geraten in die Fänge von finsteren – und bald tödlichen - Umtrieben im Darknet. Der Film ist ausschließlich über Monitor-Bilder inklusive Chatverläufen erzählt und baut seine Spannung langsam auf, kulminiert dann aber in teils schockhaften Tötungsszenen. Die anhaltende Bedrohungssituation, die Dramatik und die Darstellung der Tötungen können Kinder und Jugendliche insbesondere wegen der Alltagsnähe der Inszenierung verängstigen. Doch 16-Jährige mit ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung können diese typischen Genreelemente als solche entschlüsseln und sich ausreichend von der düsteren Atmosphäre distanzieren. Da die Gewalt nie voyeuristisch ausgespielt wird und die Sympathie stets auf Seiten der Opfer ist, besteht für diese Altersgruppe auch kein Risiko einer sozialethischen Desorientierung.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Widows - Tödliche Witwen, USA 2018
Filmplakat: Widows - Tödliche Witwen
Der Thriller erzählt von einer Bande Krimineller, deren Mitglieder bei einem Überfall getötet werden. Ihre Witwen planen danach aus Geldnot einen eigenen großen Coup. Doch bereits in der Vorbereitung geht einiges schief. Die Geschichte ist komplex und anspruchsvoll erzählt und wartet mit ambivalenten Charakteren auf, wobei sich manche Handlungselemente und Beziehungsgeflechte erst nachträglich erschließen. Einzelne Darstellungen drastischer Gewalt und die teils sexualisierte und rassistische Sprache können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern. Doch 16-jährige sind auf der Basis ihrer Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte entsprechend in den Kontext der Erzählung einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Da Gewalt nie positiv konnotiert und immer mit Empathie für die Opfer dargestellt wird, besteht für diese Altersgruppe kein Risiko einer sozialethischen Desorientierung.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben



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